Hallo,
also ich stamme eigentlich aus dem Commodore-Bereich. Ich habe jede Menge 64'er und 128er, mit viel Zusatzhardware. Zwei CMD HD's, die 3,2 MB-Floppy CMD FD 4000 und die Beschleunigerkarten Flash 8 und SuperCPU 128. Auch meine Amigas sind sehr gut ausgestattet. Ich habe ausschließlich Hardware aus den 90'ern, bei mir gibt es keine FPGA-basierte Hardware.
Computertechnisch mache ich natürlich viel. Dazu gehören 30 Jahre Grafikbearbeitung und Desktop Publishing. Ich gestalte unter anderem Etiketten, Cover und Aufkleber, auch für Retro-Projekte. Ich bin einer der ersten Hackintosh-Nutzer in Deutschland und hatte bereits im Mai 2006 mein erstes System laufen. Das bedeutet also, daß ich zwanzig Jahre systeminterne Kenntnisse in macOS habe. Mein 2015er MacBook Pro ist auf eine 4 TB SSD aufgerüstet. Mobil verwende ich Android, bin schon seit Version 2 dabei. Ich mache aber nichts mit Rooten oder so.
Weiterhin bin ich ein großer Tape-Fan. Seit der CD lebt man im Zeitalter von Skip-Skip-Skip. Was einem nicht paßt, wird übersprungen. Band zwingt zum Hören. Ich habe zwei Akai GX-77 und jede Menge Tapedecks. Dabei auch Kuriositäten, wie Stereo-Microcassette und Sony Elcaset. Auch meine Tapedecks sind meistens ungewöhnlich: Das Technics RS-B66W ist ein 5-Motoren Doppeltape, das mit 6-facher Geschwindigkeit kopieren kann. Es ist so mit Funktionen vollgestopft, daß alles hochkant angeordnet ist, selbst das Zählwerk. Die Zahlen stehen also übereinander.
Ich habe mich hier mal angemeldet, weil ich die klassiche Hardware erhalten und erweitern will. In Commodore-Foren gibt es keine Leute die so denken wie ich. Die kaufen sich teure FPGA-Nachbauten für mehrere hundert Euro, die oft nicht mehr können als die Original-Hardware. Da ich beide Turbokarten kenne, kenne ich auch deren Probleme: Es gab nichts dafür. Der Nutzer wurde ziemlich damit stehengelassen. Kein neues Basic, das den 65C816 ausnutzt, keine Entwicklungsunterlagen. Dazu die hohen Preise. Das wiederholt sich jetzt gerade mit der teuren FPGA-Hardware: Nichts davon wird sich durchsetzen und auch keine neuen Möglichkeiten bieten. Das gilt besonders für die Demoszene.
Ich habe mir deshalb mehrere Projekte ausgedacht, die äußerst kostengünstig sind, nur Standardbauteile enthalten und die man selbst löten kann. Also muß eigentlich nur das PCB entworfen und hergestellt werden. Das von mir geplante Upgrade-Projekt für den C128 dürfte auf 50 bis 60 Euro kommen.
Mit Spielen habe ich nie was zu tun gehabt, ich konnte mich nie lange damit befassen. Ich war immer Anwender. Aber die Videos von Modern Vintage Gamer, wie die Sicherheitsvorkehrungen der ganzen Spielekonsolen geknackt wurden, kenne ich natürlich. Daß der CIC über drei Generationen von Konsolen durchgehalten hat, ist schon beeindruckend.
Viele Grüße von TeSoto.