Archer MacLean's Super Dropzone

  • Das im Jahr 1984 erstveröffentlichte „Dropzone“ ist der Debuttitel der britischen Entwicklerlegende Archer MacLean. Es handelt sich um einen Space-Shooter im Stil des drei Jahre älteren Arcade-Hits „Defender.“ Dropzone wurde ursprünglich für Ataris 8-bit Heimcomputer entwickelt, bekam in den folgenden Jahren aber auch Portierungen für andere Systeme, wie z.B. den NES und Game Boy.
    Zehn Jahre nach Dropzone schloss sich Archer MacLean mit Eurocom Developments zusammen, um eine Fortsetzung zu seinem Erstlingswerk zu entwickeln. Besagte Fortsetzung nennt sich Archer MacLean's Super Dropzone und erschien im Dezember 1994 exklusiv für den Super Nintendo. Portierungen für den GBA und die PSX sollten erst viele Jahre später folgen.

    Archer MacLean's Super Dropzone ist eine gelungene Fortsetzung. Das Spielprinzip blieb seit dem ersten Teil unverändert und wurde lediglich durch neue Elemente angereichert. Es handelt sich also immer noch um einen bemerkenswert schnellen Highscore-Shooter im Stil alter Atari-Games. Allerdings bekommt man dieses mal einen konkreten Spielfortschritt mit 41 Waves bzw. Levels, Passwörtern, Bossgegnern und sogar einem kurzen Abspann als Belohnung. Highscore-Puristen können nach dem Abspann übrigens direkt einen neuen Loop starten, um ihr Punktekonto weiter aufzublähen. Freilich gibt es auch ein paar neue Waffensystem, und Monde, damit die Arcade-Ballerei etwas abwechslungsreicher wird.
    Die audiovisuelle Präsentation ist jedoch auch im SNES-Sequel eher minimalistisch gehalten. Zwar gibt es endlich die überfällige Titelmelodie, coole Voice-Samples und nettes Parallax-Scrolling in der Weltraum-Kulisse, aber ein technisches Meisterwerk darf man beim besten Willen nicht erwarten. Die SNES-Hardware wird jedenfalls gnadenlos unterfordert.
    Doch das Gameplay macht Laune und funktioniert im SNES-Sequel meines Erachtens deutlich besser als im Original. Fans des Original dürften jedoch vom deutlich niedrigeren Schwierigkeitsgrad enttäuscht werden (der Cloak ist hier wirklich overpowered). Aber man kann es halt nicht jedem recht machen. Insgesamt ein gutes Spiel, für all jene, welche etwas simpleren Arcade-Gameplay nicht völlig abgeneigt sind.

  • Dropzone, ein Spiel, dass ich schon seit Jahren nicht mehr gehört hatte. Ursprünglich kurz auf dem C64 mal angespielt (unter hunderten von weiteren Titeln) war es damals überraschend für mich, das Spiel irgendwann auch auf dem SNES zu entdecken, da ein Kumpel das Spiel hatte.

    Habs nicht lange gespielt, aber war ganz okay, wenn auch recht simpel im Vergleich zu anderen SNES Spielen. Es war halt ein typisches Arcadespiel aus früheren Zeiten im etwas modernerem Gewand.

  • Funfact:

    Für den Vertrieb auf dem europäischen Markt ging MacLean einen Vertrag mit dem britischen Publisher U.S. Gold ein. Nach 18 Monaten stoppte die Firma die Zahlungen der Tantieme mit der Begründung, dass sich das Computerspiel nicht länger verkaufe und deshalb nicht mehr hergestellt werde. Auf seinen ausgiebigen Reisen durch Europa und Australien stellte MacLean allerdings fest, dass sich sein Spiel sehr wohl noch im Einzelhandel und im Verkauf befand. Zudem entdeckte er in den Vereinigten Staaten eine Anzeige, die eine Portierung von Dropzone für NTSC-Systeme bewarb. Nachdem MacLean diesen Umstand entsprechend durch Testkäufe dokumentiert und sich rechtliche Beratung gesucht hatte, folgten vier Jahre dauernde Rechtsstreitigkeiten mit dem Publisher, bis schließlich eine außergerichtliche Einigung bezüglich der Urheberrechtsverletzung erzielt wurde. Aus dem Erlös dieser Einigung kaufte MacLean sich einen Ferrari 288 GTO.[2]


    Hier die NES Version:

    Dropzone [NES] - NES - SNES Forum

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