• Wieder mal über was gestolpert was ich noch nicht kannte.


    NES CENTER | Treffpunkt der NES-Fans seit 2001

    In der Blütezeit des NES war das Angebot an Spielen riesig groß. Oftmals standen Kunden ratlos vor einem Regal und wussten nicht, was sie sich nun kaufen sollten. Aus diesem Grund hat Nintendo das sogenannte M82 entwickelt.
    Eine Art Demo-Station, welches an die Händler verkauft wurde. Mittels dieses Gerätes war es dem Kunden möglich, bis zu 12 verschiedene NES-Spiele anzutesten, um sich auf diese Art und Weise den Kaufentscheid zu erleichtern.
    Aufgestellt wurde der M82 in einem Kasten, in welchem auch noch ein TV-Gerät eingesetzt wurde. Gewisse Ähnlichkeiten mit einem Arcade-Gerät waren durchaus vorhanden.

    Damit nun aber nicht irgendwelche Leute stundenlang vor dem Gerät standen und ein Spiel nach dem anderen durchzockten, konnte ein Zeitlimit für die Spieldauer eingestellt werden.
    Eine Begrenzung von 30 Sekunden, 3, 6 oder 128 Minuten stehen zur Auswahl. Nach Ablauf dieser Zeitspanne führt der Kasten automatisch ein Reset aus und es darf wieder von vorne
    begonnen werden. Beim starten des Gerätes erscheint das Nintendo Entertainment System Logo und eine kleine Bedienungsanleitung zum Auswählen der Spiele.

    Das Gerät bietet wie schon erwähnt Platz für bis zu 12 NES-Spiele, welche von Außen nummeriert sind. Durch 3 kleine Fenster auf der Vorderseite ist ersichtlich, welche Spiele
    gerade eingelegt sind. Mittels Drücken eines kleinen, roten Knopfes kann man von Spiel zu Spiel springen, während auf einem kleinen Display die Nummer des aktuell geladenen
    Games angezeigt wird. Links und rechts vom Display befinden sich Vertiefungen, welche für die Controller bestimmt sind, die ebenfalls im Inneren des Gehäuses angeschlossen werden.

    Für den Austausch der Spiele muss erst der vordere Plastikteil des Gehäuses durch das Lösen von Schrauben entfernt werden. Im Inneren findet sich für jedes der 12 einsetzbaren
    Module eine Art Schacht, in den es problemlos eingesteckt werden kann. Unterhalb der Modulschächte befinden sich insgesamt 6 Anschlüsse für Controller und Zapper. Durch
    einen kleinen Spalt unten am Gerät kann das Kabel nach draußen gelangen.

    Angeschlossen wird das M82 wahlweise über ein AV-Kabel oder über einen RF-Ausgang. Fast schon Pflicht ist dazu natürlich der Channel 3/4-Schalter. Etwas Abseits der ganzen
    Anschlüsse findet sich auch noch der On/Off Schalter. Das Stromkabel ist, im Gegensatz zum normalen NES, bereits fest am Gerät angeschlossen.

    Als das NES den Markt langsam für das SNES freimachte und von der Bildfläche verschwand, wurden auch die meisten M82-Geräte entsorgt und vernichtet. Heutzutage genießt
    das Gerät aufgrund seiner geringen Verbreitung einen hohen Liebhaberwert bei Sammlern.

  • Kannte ich ebenfalls bisher nicht! :huh: Was es nicht alles gab! ^^ Mal eben kurz geschaut: So um die 4.000 - 5.000 € muss man aktuell für so einen wohl hinblättern, wenn man überhaupt einen findet, der zum Verkauf steht. :|

    Ist tatsächlich auch eher als reines Sammlerobjekt zu betrachten, da der praktische Nutzen für eine Privatperson, im Verhältnis zu "normalen" Konsolen, sich durch die begrenzte Spielzeit ja ziemlich in Grenzen hält. 8o

    Ansonsten erinnert das Teil mich ein wenig an die Super Famicom Box:

    Nur der Zweck ist halt ein anderer. Die M82 ist ja eine Demo-Station, während die SFC-Box quasi eine "Hotel-Konsole" ähnlich einer Arcade-Maschine darstellen sollte. ;)

    Danke für den informativen Thread SirAceMcFly  :thumbup:

    Wer will, sucht Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

    Alle sagten "Das geht nicht!". Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es einfach gemacht.

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